Wohnen und Umzug

Die Bedarfe für die Unterkunft und Heizung werden gemäß § 22 Sozialgesetzbuch II (SGBII) in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen für Leistungsberechtigte anerkannt, soweit sie angemessen sind. Ausnahmen gelten für unter 25-jährige (dazu unten mehr).

 

Welche Kosten sind angemessen?

Die Kosten einer Unterkunft gelten in Delmenhorst als angemessen, wenn die folgenden Richtwerte eingehalten werden:

Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder und die abstrakt angemessene Wohnungsgröße

Angemessenheitsgrenze Bruttokaltmiete (Euro)

1 Person bis zu 50 m²

370,00 €

2 Personen bis zu 60 m²

429,00 €

3 Personen bis zu 75 m²

504,00 €

4 Personen bis zu 85 m²

549,00 €

5 Personen bis zu 95 m²

602,00 €

6 Personen bis zu 105 m²

666,00 €

jede weitere Person zzgl. 10 qm

zzgl. 64,00 €

Die Bruttokaltmiete setzt sich zusammen aus der Grundmiete und den Betriebskosten ohne die Heizkosten. Die angemessenen Heizkosten werden zusätzlich übernommen.

  

Umzug 

Möchten Sie umziehen? Dann sollten Sie zuvor eine Zustimmung des Jobcenters einholen.

Einem Umzug und auch der Übernahme der Kosten für die Unterkunft wird entsprochen, wenn Sie

  • leistungsberechtigt sind

  • der Umzug notwendig ist, z.B.: wenn Sie vom Jobcenter aufgefordert worden sind umzuziehen, weil Ihre aktuelle Wohnung die angemessenen Kosten übersteigt oder weil sie aufgrund eines neuen Arbeitsplatzes umziehen müssen

  • und die neu zu beziehende Wohnung auch angemessen ist nach den oben genannten Kriterien.

(ggf. ergänzen, dass bei einem Umzug OHNE Zustimmung dennoch Geldleistungen erbracht werden, nur mit Einschränkungen und keine Umzugskosten oder Wohnungsbeschaffungskosten)

 

Unter 25-jährige

Sind Sie unter 25 Jahre, dann gelten für Sie besondere Regelungen. Sie benötigen vor Ihrem Umzug die Zustimmung des kommunalen Trägers, also der Stadt Delmenhorst. Wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechpartnerin bzw. an Ihren Ansprechpartner aus der Leistungsabteilung im Jobcenter. 

Die Regelungen über die Zustimmung finden Sie in § 22 Abs. 5 SGB II. Danach erfolgt eine Zustimmung, wenn:

  • die oder der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,

  • der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder

  • ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.

 

Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten

In § 22 Abs. 6 SGB II wird geregelt, dass bei einer vorherigen Zustimmung zum Umzug durch den kommunalen Träger die Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten anerkannt werden können. Dies ist eine Ermessensentscheidung.

Für Sie als Kundin oder Kunde bedeutet das, dass Sie vorher Kontakt mit Ihrer Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner aus der Leistungsabteilung aufnehmen.

Für eine zu erbringende Mietkaution kann Ihnen ein Darlehen gewährt werden.

 

 

 

 

 

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